Das Wirkungsprinzip der Brennstoffzelle wurde schon im 19. Jahrhundert entdeckt. Bereits um 1800 leisteten Graf Alessandro Volta und Sir Humphrey Davy mit ihren Untersuchungen an galvanischen Elementen wichtige Vorarbeiten für die Entwicklung der Brennstoffzelle.
1838 erkannte Christian Friedrich Schönbein die Möglichkeit bei kontinuierlicher Zufuhr elektrochemisch aktiver Stoffe einer galvanischen Kette beliebig lange elektrische Energie entnehmen zu können.
Ein Jahr später entwickelte Sir William Robert Grove die „Gaskette“, die die Basis für die heutige Brennstoffzelle bildet (in einer Reihe geschaltete Platinelektroden werden von H2 und O2 umspült). Im Jahr 1894 wies Wilhelm Ostwald die Vorteile der „kalten Verbrennung“ nach.
In den 70er Jahren wurden dann die ersten Prototypen brennstoffzellengetriebener Fahrzeuge gebaut. Außerdem wurde der Elektrolyt im Laufe der Jahre weiter entwickelt, wodurch immer höhere Wirkungsgrade erzielt werden konnten. Mit dem Aufkommen von Polymerwerkstoffen als Festelektrolyt wurde der Aufbau von Niedertemperatur-Brennstoffzellen entscheidend vereinfacht.
Wurde die Brennstoffzelle lange Zeit nur für „exotische“ Anwendungen, wie etwa in der Raumfahrt verwendet, steht sie heute unmittelbar vor dem Durchbruch. Mit ihren vielfältigen Einsatzmöglichkeiten hat diese Technologie das Potenzial, das attraktivste Energiesystem der Zukunft zu werden.